Ins Bett mit dem Handy?

Wer im Bett am Computer-Tablet liest, schläft schlechter, zeigen Forschungen. Schuld ist das blaue Licht der Leuchtdioden von Computerbildschirmen und E-Book-Readern, das dem Gehirn Tageslicht vorgaukelt. Welche Faktoren sich noch negativ auf die Schlafqualität auswirken – und was Schlafmediziner vom Augenarzt dazu raten.

Wer im Bett am Computer-Tablet liest, schläft schlechter ein. Das haben Forscher der Uni Basel in einer Studie nachgewiesen. Schuld ist das blaue Licht der Leuchtdioden von Computerbildschirmen und E-Book-Readern, das dem Gehirn Tageslicht vorgaukelt. Der Grund: Das kurzwellige Licht verringert die Ausschüttung des Botenstoffes Melatonin, das schlafanstoßend wirkt. „Deshalb sollten vor allem Menschen mit Schlafstörungen im Schlafzimmer möglichst auf alle Lichtquellen verzichten“, sagt Christoph Röper, Neurologe und Schlafexperte vom AKh Linz. Dazu zählen nicht nur Lampen, Tablets und Smartphones, sondern auch Ladegeräte oder elektronische Wecker.

Der Tag-Nacht-Rhythmus wird von vielen Faktoren beeinflusst, hauptsächlich aber von den Lichtverhältnissen. Wer darauf achtet, dass weniger blaue Lichtanteile im Spektrum des Lichtes – egal ob Lampen oder Laptop – enthalten sind, der erreicht damit, dass in den Abendstunden vermehrt Melatonin ausgeschüttet wird. Das Schlafen fällt dadurch deutlich leichter.

Ein zweiter Störfaktor ist, dass sich das Lesen von dienstlichen E-Mails oder von bestimmten Nachrichten negativ auswirken kann. Denn Stress ist laut Röper schlecht für die Schlafhygiene. Deshalb sollten Menschen zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen auf Computer und Smartphone verzichten. Das entspricht nicht der Praxis: Laut einer deutschen Untersuchung benützen 65 Prozent der Tablet-Besitzer dieses zwischen 17 und 20 Uhr. Nach 20 Uhr sind es sogar 75 Prozent.

Schlafrituale, wie das Lesen eines „echten“ Buches, können hingegen beim Einschlafen helfen. Ob sich auch die Strahlung von Elektrogeräten im Schlafzimmer negativ auf den Schlaf auswirkt, sei laut Röper noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Lesebrille auch bei Nutzung des Tablets

Entwarnung gibt es, wenn Menschen vermuten, dass das blaue Licht von Computer, Tablet und Smartphone ihren Augen schaden könnte. Dafür gibt es bisher keine wissenschaftlich belegten Hinweise. Wer aber nach einer Stunde mit dem Tablet Beschwerden wie Augenjucken und -brennen, Kopfschmerzen, Ermüden oder tränende Augen bekommt, sollte das vom Augenarzt abklären lassen. Bei Menschen zwischen 40 und 44 Jahren ist häufig Altersweitsichtigkeit der Grund, die in diesem Zeitfenster einsetzt. „Mit 50 kann niemand ohne Brille gut lesen – außer er ist kurzsichtig. Die Natur vergisst da niemanden“, sagt Karl Riedler. Der Vorsitzende der Fachgruppe für Augenmediziner bei der Ärztekammer OÖ empfiehlt deshalb allen Menschen bei Einsetzen der Altersweitsichtigkeit, den Sehfehler mit einer Lese- oder Gleitsichtbrille zu korrigieren.

Ein zweites Problem mit den Augen, das durch längere Nutzung des Tablets auftreten kann, ist eine Benetzungsstörung der Augenoberfläche. Weil sich der Mensch längere Zeit konzentriert, blinzelt er weniger. Diese Bewegungen der Lider sind jedoch notwendig, um die Tränenflüssigkeit gleichmäßig zu verteilen. Die Folge: Die Augen beginnen zu brennen, zu röten oder zu rinnen. Auch Kopfschmerzen können die Folge sein. Das Problem tritt auch bei Trägern von Kontaktlinsen auf, da diese auf dem Tränenfilm schwimmen sollen. Die Trockenheit der Augen kann auch durch Medikamente bedingt sein, wie sie zum Beispiel Rheuma-Patienten nehmen müssen.

Eine dritter häufiger Grund für Sehprobleme bei der Nutzung von Bildschirmen kann ein latentes Schielen sein. Diese Fehlsichtigkeit sieht man dem Betroffenen nicht an, sie wirkt sich aber negativ aus. Weitere Tipps des Augenarztes:

Darauf achten, dass sich nichts auf der Bildschirmoberfläche spiegelt – besonders wenn man das Tablet herumträgt.

Das Tablet im Abstand wie ein Buch halten. Geht das nicht, die Sehstärke durch den Augenarzt überprüfen lassen.

Immer wieder Pausen machen. Auf den Körper hören – er sagt dem Betroffenen, wann das nötig ist. Prinzipiell schaden dem gesunden oder gut korrigierten Auge aber auch längere Zeiten am Computer nicht.

Ob der Betroffene ein Buch oder auf einem Computerbildschirm liest, ist für das Auge egal. An Sehproblemen ist nicht der Bildschirm schuld, sondern der Computer macht das Problem nur sichtbar. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Umgebung hell oder dunkel ist.

Zwischendurch immer wieder bewusst den Blick vom Computer abwenden und in die Ferne schauen. Dadurch wird das Auge trainiert.

Eine Studie der Universität Mainz legt den Schluss nahe, dass Menschen, die mehr im Nahbereich arbeiten – wie am Computer oder Tablet –, öfter kurzsichtig sind. Dass gebildete Menschen öfter Probleme haben, in die Ferne zu sehen, ist hingegen erwiesen.
Ärzte vermuten seit langem, dass zu viel sogenannte „Naharbeit“ den Augen schadet. Dazu gehört nicht nur das Lesen von Büchern, sondern auch das häufige und lange Schauen auf Bildschirme, Smartphones und Tablets. Bei asiatischen Kindern liegt die Häufigkeit der Kurzsichtigkeit bereits zwischen 50 (in China) und 84 Prozent (in Taiwan).

Spielen gegen Kurzsichtigkeit

Ein Experiment an mehreren hundert Grundschülern in China zeigt, wie wichtig das Spielen im Freien sein kann: Ein Teil der Kinder sollte 45 Minuten nach dem Unterricht auf ihren Schulhöfen herumtollen. Die anderen sollten gleich nach der Schule Hausaufgaben machen. Von den Kindern, die am Schulhof spielen durften, wurde in drei Jahren ein Drittel kurzsichtig. Bei der anderen Gruppe waren es 40 Prozent. Diese Ergebnisse unterstützt auch eine Untersuchung aus Dänemark.

„Dass immer mehr Menschen kurzsichtig sind, könnte aber auch daran liegen, dass der Mensch heute größer und der Augapfel dadurch länger wird. Ein längerer Augapfel bedingt Kurzsichtigkeit“, sagt Riedler.


http://www.nachrichten.at/


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