Hörprobleme werden allzu oft unterschätzt

Braucht jeder, der einmal die Türklingel überhört, gleich ein Hörgerät? Wann ist es Zeit, einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen? Eine klare Antwort auf diese Fragen hat Johannes Fellinger, Leiter des Instituts für Sinnes- und Sprachneurologie der Barmherzigen Brüder in Linz: "Wer den Eindruck hat, dass sein Gehör nicht mehr so gut funktioniert, sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen." Meist seien die Betroffenen in diesem Zusammenhang im wahrsten Sinn des Wortes zu wenig hellhörig, sagt der Mediziner. "Die Ersten, die Hörbeeinträchtigungen bemerken, sind in der Regel die Angehörigen", so Fellinger. Ihnen würde es auffallen, wenn jemand im Gespräch plötzlich immer wieder nachfragen müsse oder auf einmal besonders laut sprechen und das Radio- und Fernsehgerät sehr laut aufdrehen würde.

"Bemerkt man so etwas, sollte man nicht zögern, das Problem anzusprechen, damit der Betroffene abklären lassen kann, was dahintersteckt", rät Fellinger. Das sei äußerst wichtig, denn Hörschwächen könnten massive soziale Probleme nach sich ziehen: "Wer Gesprächen aus akustischen Gründen nicht mehr folgen kann, ist gefährdet, gesellschaftliche Kontakte immer mehr zu meiden." Mit geeigneten Hörhilfen sei diese Gefahr jedoch leicht abzuwenden.

Von Hörproblemen betroffen sind übrigens nicht nur ältere Menschen. So kommt etwa eines von 700 Neugeborenen mit Hörschäden zur Welt. Nachgewiesen ist laut Fellinger außerdem, dass eines von 100 Schulkindern mit Hörbeeinträchtigungen zu kämpfen hat. "Dieses Manko ruft bei manchen Kindern Verhaltensauffälligkeiten hervor, die sich rasch geben, wenn das Kind eine Hörhilfe bekommt", sagt der Mediziner. Bei Schulkindern würden sich Hördefizite oft dadurch zeigen, dass sie Fehler beim Schreiben machen oder die Hausübung nicht mitbekommen. "Eine Studie in Amerika hat ergeben, dass 30 Prozent der Kinder mit Hördefiziten eine Klasse wiederholen müssen", sagt Fellinger.

Gefahr für Jugendliche

Zur Schädigung des Gehörsinns kann bei Jugendlichen das häufige und laute Hören von Musik aus Kopfhörern führen. "Mehr als 80 Dezibel gelten am Arbeitsplatz schon als schädlich, aber Jugendliche wählen oft eine noch viel höhere Lautstärke", sagt Fellinger.

Ganz ohne äußerliches Zutun sinkt die Hörleistung ab einem Alter von 50 Jahren, bei den über 75-Jährigen ist dieser Sinn bereits bei der Hälfte der Männer und Frauen erheblich beeinträchtigt. "Egal wie alt man ist, wichtig ist, dass man nicht davor zurückschreckt, ein Hörgerät zu verwenden, weil dadurch die Lebensqualität wieder deutlich steigt", sagt Fellinger.

Hilfe für Babys und Kleinkinder

Das so genannte „Frühteam“ des Instituts für Sinnes- und Sprachneurologie im Gesundheitszentrum für Gehörlose in der Linzer Bischofstraße bietet Familien mit hörbeeinträchtigten Kindern mobile Begleitung und Unterstützung für zu Hause an. Eine Logopädin entwickelt gemeinsam mit den Eltern einen individuellen Förderplan, der an die speziellen Bedürfnisse der Familie und natürlich an den Lernstil des Kindes angepasst ist. Es werden Strategien ausgearbeitet, um das Sprechen, die Sprache und das Hören des Kindes zu fördern.

An Hörgeräte muss man sich gewöhnen

„Wer ein Hörgerät bekommt, muss sich Zeit nehmen, sich daran zu gewöhnen“, sagt der Mediziner Johannes Fellinger. Es sei nicht wie bei einer Brille, die man vom ersten Augenblick als angenehm empfinde. Beim Hörgerät sei ein Anpassungsprozess nötig, der Wochen dauere. „Diese durchzustehen, ist wichtig, denn schlecht zu hören ist keine Alternative“, so Fellinger.

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