Frauenherzen schlagen anders

Herzinfarkte sind keine reine Männersache – die Erkrankung trifft immer mehr Frauen, auch in jüngeren Jahren. Vorsicht ist geboten.

Wenn Frauen Angst vor Krankheiten haben, dann fürchten sie sich meistens vor Krebs, im speziellen vor Brustkrebs. Vor dem klassischen Herzinfarkt wiegen sich viele in Sicherheit. „Infarkte werden nach wie vor als Männersache, oft als Managerkrankheit, angesehen“, sagt Regina Steringer-Mascherbauer, Oberärztin und Kardiologin im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz. In Wirklichkeit sterben die meisten Frauen in Österreich jedoch nicht an Krebs, sondern an Herzinfarkten und Schlaganfällen, wie auch die Zahlen der Statistik Austria beweisen.

Während bei Männern die Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen kontinuierlich abnehmen, steigt sie bei Frauen zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr sogar an. „Das ist auch darauf zurückzuführen, dass immer mehr Frauen rauchen“, sagt die Herz-Spezialistin. „Die Hauptrisikofaktoren sind ganz klar definiert: Nikotinkonsum, Pille und Rauchen, Übergewicht, Stress, Diabetes, Cholesterin und Bluthochdruck. Eine gewisse Rolle spielt natürlich auch die Genetik.

Wenn in der Familie Herzinfarkte und Schlaganfälle aufgetreten sind, sollten Frauen an dieses Risiko denken und zur Vorsorgeuntersuchung gehen.“ Auch der Stresslevel, dem viele Frauen aufgrund der Doppelbelastung ausgesetzt sind, begünstige die Entstehung von Herzerkrankungen. „Besonders Perfektionistinnen sind gefährdet.“ Wer alles hundertprozentig machen will – Job, Kinder, Sport, Partnerschaft, Freundeskreis – könne schneller als er denkt auf der Herzstation eines Krankenhauses landen.

Statt Schmerzen oft nur Druck

Erschwerend kommt hinzu, dass sich ein Infarkt bei Frauen anders bemerkbar machen kann. „Während Männer meist über die charakteristischen Brustschmerzen klagen, die in den linken Arm ausstrahlen können, kündigt sich der Infarkt bei vielen Frauen mit Atemnot, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Nackenschmerzen und Schmerzen zwischen den Schulternblättern an, die als Kreuzweh interpretiert werden

Betroffene fühlen sich zusätzlich geschwächt, kommen aber nicht auf die Idee, dass diese Beschwerden vom Herzen herrühren könnten. Auch würden Frauen dazu neigen, diese Beschwerden zuerst zu ignorieren und später im Arzt-Patientinnen-Gespräch zu bagatellisieren. „Viele Betroffene schieben die Symptome auf seelische Probleme oder sie schieben die Schuld auf die Wechseljahre“, erklärt Regina Steringer-Mascherbauer.

Eine weitere Besonderheit beim weiblichen Infarkt sind die Symptome im Brustbereich. Statt starker Schmerzen handelt es sich dabei im Vergleich zu Männern deutlich häufiger um ein Druck- oder Engegefühl, das aber mindestens genauso ernst genommen werden muss, warnt die „Deutsche Herzstiftung“. Denn jeder Herzinfarkt – unabhängig von der Art der Beschwerden – kann jederzeit und ohne Vorankündigung einen Herzstillstand verursachen.

Während Frauen oft mit Argusaugen über die Gesundheit des Ehemannes und der Kinder wachen, versagen sie, wenn es um den eigenen Körper, um die eigene Gesundheit geht, weiß die Linzer Medizinerin. „Sie merken insbesondere bei eigenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht, dass schon alle Alarmglocken schrillen.“ Ein Teufelskreislauf. So haben Studien beispielsweise gezeigt, dass Frauen viermal häufiger zum Arzt gehen müssen, um bei Angina Pectoris (Durchblutungsstörungen der Herzarterie) die gleiche Aufmerksamkeit und die gleichen Untersuchungen zu bekommen wie ein Mann.

Weil diese Symptome so gar nicht an den klassischen Herzinfarkt erinnern, kommen viele Frauen erst sehr spät ins Krankenhaus. „Dabei gilt gerade beim Herzinfarkt die Formel: Zeit = Muskel. Wenn zu viel Zeit verstreicht, kann sich Narbengewebe bilden und dieses kann eine Herzschwäche nach sich ziehen“.

Ab 50 steigt das Risiko!

Tritt der Schmerz im Rücken, in der Brust oder im Magen bei körperlicher und seelischer Belastung auf und verschwindet wieder, wenn „frau“ zur Ruhe gekommen ist, könnte es sich um Anzeichen für eine koronare Herzerkrankung (Fett- und Kalkablagerungen an den Gefäßinnenwänden) handeln, die einem Herzinfarkt vorausgeht. Tritt der Schmerz auch in Ruhe auf, ist Eile geboten. „Das könnten Vorboten eines Infarktes sein. Ein derartiger Vorfall tritt unerwartet ein, ist aber in Wahrheit der Endpunkt eines Prozesses, der sich über Monate und Jahre zieht“, sagt die Spezialistin.

Nach einer Langzeitstudie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf weisen alle Frauen mit koronarer Herzkrankheit mindestens einen der folgenden Risikofaktoren auf: hohen Blutdruck, Rauchen, Diabetes, hohe Blutfettwerte, Überbelastung und mangelnde soziale Unterstützung.
Bei den meisten liegt eine Kombination mehrerer Risikofaktoren vor. Derselben Studie zufolge treiben herzkranke Frauen weniger Sport und essen oft tierische Fette, während Herzgesunde sich überwiegend von Obst und Gemüse ernähren.

Rauchstopp schont das Herz

„Alter und genetische Vorbelastung kann ,frau’ nicht beeinflussen, ihren Lebensstil schon. Das heißt: Auf jeden Fall den gefährlichsten Risikofaktor, das Rauchen, sofort aufhören!“, rät Regina Steringer-Mascherbauer.
Wer herzgesund leben möchte, sollte sich täglich mindestens eine halbe Stunde sportlich bewegen. Bei der Ernährung sollten Frauen ab 50 mehr Obst und weniger kalorienreiche und fetthaltige Lebensmittel essen. So reduzieren 200 Gramm Obst und Gemüse täglich das koronare Risiko um etwa 60 Prozent, 100 Gramm Fleisch und Wurstwaren erhöhen es dagegen um 150 Prozent.

http://www.nachrichten.at/


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