Antibiotika: 25.000 Tote durch Resistenzen in EU

Das erklärte am Montag EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis aus Anlass des Europäischen Antibiotikatages (18. November) in Brüssel. Vor allem auf die Aufklärung der Öffentlichkeit komme es an, um die Gefahr zurückzudrängen.

"Es ist nicht schwierig, Mikroben gegen Penicillin resistent zu machen", zitierte Andriukaitis den Entdecker der ersten breit gegen mikrobielle Infektionen eingesetzten Medikamente, Alexander Fleming (1945). "Wir müssen das Bewusstsein der Öffentlichkeit stärken. Wir haben es mit einem sehr ernsten Problem zu tun. Ich habe in meiner Ausbildung zum Arzt noch gelernt, dass es bald keine Infektionskrankheiten mehr geben werde." Das habe sich eindeutig als Irrtum herausgestellt.

"Kein neues Antibiotikum seit 1987"

 

Andriukaitis fügte hinzu: "Pro Jahr sterben in Europa durch resistente Bakterien rund 25.000 Menschen. Seit 1987 gibt es kein neues Antibiotikum. Diese Keime werden auch über Lebensmittel und Abwässer verbreitet. Sie kennen keine Grenzen. (...) Das Problem ist so komplex und so groß wie der Klimawandel." Noch immer würden viel zu viele Menschen glauben, dass Antibiotika gegen durch Viren hervorgerufene und per Impfung verhütbare Krankheiten helfen würden. Hinzu kämen falsche prophylaktische Anwendung, Selbstmedikation und dubiose Quellen für solche Medikamente.

Der europäische Antibiotikatag wird in diesem Jahr von der ersten weltweiten Antibiotikawoche der Weltgesundheitsorganisation (16. bis 22. November) umrahmt. Zsuzsanna Jakab, Direktorin der WHO-Region Europa, verwies in Brüssel auf die Länder- und Regionen-übergreifende Problematik. Dies hätte auch der erste Antibiotikaresistenz-Bericht für Osteuropa und Zentralasien zusammen mit den seit längeren jährlich erhobenen Daten aus dem EU-Bereich gezeigt: "Die Schweiz weist zum Beispiel eine ähnliche Situation bei den Resistenzen auf wie Nordeuropa. Die Türkei ähnelt Ost- und Südeuropa, Serbien und Makedonien."

Mehr Antibiotika, mehr Resistenzen

Wesentlich sind der Umfang des Antibiotikagebrauchs und seine Qualität. Mehr Antibiotika, das bedeutet vermehrte Resistenzen. Antibiotikagebrauch ohne strikte ärztliche Verschreibung, zu kurz oder zu lang oder mit falschen Mitteln - das ist ebenfalls der Weg, um Keime unempfindlich zu machen. "Innerhalb von 42 europäischen Ländern gibt es einen Unterschied in der Menge der verwendeten Antibiotika um das Vierfache", sagte Zsuzsanna Jakab. Während beispielsweise die Türkei und Montenegro ganz oben in der Liste sind, liegen Österreich, Deutschland, Estland und die Niederlande am Ende. In Skandinavien und Staaten wie Deutschland und Österreich ist die Resistenzsituation im Vergleich relativ gut, doch das hängt ganz von den Hygienemaßnahmen im Gesundheitswesen, der Güte der Diagnostik und der adäquaten Verwendung der wertvollen Medikamente ab.

Ein gemischtes Bild zeichnete in Brüssel die Geschäftsführende Direktorin des Europäischen Zentrums für Krankheitskontrolle (ECDC/Stockholm), Andrea Ammon: "Insgesamt haben die Resistenzen laut der neuen Erhebung der EU zugenommen. Doch bei den Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus-Infektionen zeigt sich ein Rückgang. In fünf Ländern, in Dänemark, Luxemburg, Slowenien, Spanien und Schweden, ist im Zeitraum von 2010 bis 2014 erstmals der Antibiotikagebrauch zurückgegangen. Das zeigt, dass solche Dinge machbar sind." In Schweden reduzierte sich die verbrauchte Antibiotikamenge beispielsweise um 16 Prozent, in Dänemark um zehn Prozent.

Große Sorgen macht den Experten die immer weitere Verbreitung von Bakterien, welche Enzyme produzieren, die auch die quasi letzten Mittel gegen Gram-negative Keime (z.B. Klebsiella pneumoniae) unwirksam machen: die sogenannten Carbapeneme. Auch diese Keime sind in Europa im Aufwind begriffen.

http://www.nachrichten.at/


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